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Die Geschichte von Victorino

eine Stück Geschichte aus den Anden

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Biografie von Victorino Angeles
Persönliche Daten:
Vorname: Victorino Nachname: Angeles Charqui
Geboren am 2 November 1930 in Nueva Florida ( Huaraz / Peru )
Beruf: Wanderführer in den peruanischen Anden ( Andinist )
Sprachen: Quechua, Spanisch
- Erster Präsident der Vereinigung der Träger des Nationalparks Huascaran
- Mitglied der Vereinigung der Trekkingführer von Huaraz, zur Zeit Vize-Präsident
- Präsident und Gründer derAgentur Solandino
- Referent bei der Bildung des Nationalparks Huascaran
- Experte für die touristischen Wander-Routen in der Region
- Ex-Mitglied des Club Andinista Cordillera Blanca

Meine Biografie:Victorino mit 22 Jahren
Ich wuchs bei meinen Eltern Eusebio Angeles und Eusebia Charqui, beide aus Huaraz, in Nueva Florida  mit Liebe und harter Feldarbeit auf.
Ich besuchte die Schule `Pedro Pablo Atuspari´ in Huaraz.
Ich war Zeuge der grossen Geröll- und Schlammlawine, die am 13 Dezember 1941 über Huaraz hereinbrach und insgesamt 6000 Opfer forderte, darunter mein Vater und zwei meiner Brüder.
So waren meine verbliebenen Geschwister Emilio, Eugenio, Macario, Zoila und ich Halbwaisen.
Als ich 11 Jahre alt war, arbeitete ich für 60 Centavos pro Tag mit dem peruanischen Militär bei der Umleitung des Flusses Rio Auqui.
Danach schloss ich meine Schulausbildung auf der Schule `La Libertad`ab.
Mit 18 Jahren leiste ich meinen Wehrdienst ab, dort lernte ich Disziplin und Solidarität.
Im Jahre 1948 nahm ich an dem Wettlauf  Huaraz-Monterey-Huaraz (14km) teil, den ich als Gewinner bei 36 Teilnehmern beendete.

Wegen der Schlammlawine von 1941 wurde während der Regierung von Manuel Prado das Büro zur Kontrolle der Bergseen unter der Leitung des Ingenieurs Elías Torres gebildet.
Dort arbeitete ich bei kontrollierten Absenkung der Wasserspiegel der Seen, die eine Gefahr für die tiefer gelegenen Orte bedeuteten.
Dabei lernte ich auch Cesar Morales Arnao und Apolonio Yanac (damals 25 und 30 Jahre alt) kennen, die mich zum ersten Anden-Abenteuer im Jahre 1950 überredeten:
So bestiegen wir den Nevado Vallunaraju (5685m) mit folgender Ausrüstung: Feldhacke, Penca-Seilen (wie Hanfseile), Feuerholz und einer Nationalfahne aus Blech, dick mit Ölfarbe lackiert.
Unsere Kleidung bestand aus: Sandalen, Wollhose und Wolljacke, einem Hut, einer Mütze und einem Bergarbeiterhelm.
Nach der Besteigung waren unsere Augen durch die Sonne für 3 Tage verblitzt, da wir keine Schneebrillen hatten.
Unsere Gruppe waren: César Morales, Apolonio Yanac, Victorino Angeles, Marcelino Clemente, Macario Vergara, Alejandro Gonzales y Juan Lázaro.
Da César Morales, er war Journalist, unsere Zähigkeit am Berg nun kannte, nahm er uns für eine Schweizer Expedition unter der Leitung von Herrn Marcos Bronnimann unter Vertrag: 1952 bestiegen wir den Nevado Salcantay in der Cordillera Vilcabamba bei Cuzco.Victorino (l) als Träger, 1957

Mit unserer Arbeit in den Bergen hochzufrieden, waren wir von Huaraz  bei den europäische Alpinisten bald als genau sogut, oder sogar besser wie die Sherpas im Himalaya, bekannt.

- Wissentschaftliche Deutsch-Österreichische Expedition:
    Dr. Hans Kinzl
- Deutsch-Nordamerikanische Expedition: Sr. David Gallard
- Englische Expedition: George Van
- Expedition der japanischen Universität Waseda: Sr.Yoshikawua
- Deutsche Expedition am Alpamayo: Gunter Hauser und
                                                               Bernhard Huhn
- Expedition Club Alpino Schweiz: Dr. Rudi Schatz
- Expedition Club Alpino Mailand, Italien: Walter Bonati
- Expedition Club Alpino Turin, Italien: Dionise
- Nordamerikanische Expedition: Sr. Lio Ortembour
- Italienische Expedition: Bruno Ferrari: Er durchstieg als Erster die Südwand des Alpamayo, zu seiner
                                                           Ehre heisst sie heute Ferrari-Route

Die Brüder Angeles, 1958Am 30 Mai 1970 erschütterte ein sehr schweres Erdbeben die Region: In Huaraz waren fast 40.000 Tote zu beklagen, die Stadt Yungay mit 20.000 Einwohnern wurde sogar von einer Geröll- und Schlammlawine vollständig ausgelöscht, verursacht durch einen Abbruch am Nevado Huascaran.
Glücklicherweise wurde niemand aus meiner Familie getötet.

 

1972 waren wir mit einer italienischen Expedition auf dem Aconcagua ( 6959m ) in Chile, drei Monate nach dem Militär-Putsch gegen Präsident Alliende. Dort bargen wir auch den unversehrten Körper eines japanischen Bergsteigers, der dort seit über einem Jahr vermisst war.
Victorino (r) mit Kameraden, 1956
 Trotz der manchmal schwierigen Verhältnisse kamen doch immer mehr Bergsteiger in die Anden.

Ab 1973 wurde das Abenteuer-Trekking immer beliebter, und so suchten wir neue Routen und Plätze zum Zelten. (Anm.d.Übers: Quebrada = Tal).
- Quebrada Llanganuco-Quebrada Santa Cruz
- Quebrada Cedros-Quebrada Alpamayo/Wilca
- Quebrada Santa Cruz-Quebrada Ulta
- Quebrada Onda-Quebrada Llanganuco
- Cordillera Huayhuash
Im Jahre 1975 wurde auf Anregung der Nordamerikaner Mike und Curry die Vereinigung der Träger des Nationalparks Huascaran gegründetExpediton zum Aconcagua, 1972 ( Victorino rechts)
 

Seit ich als Andinist in den Bergen bin, habe durch Gottes Gnade nie einen Unfall erlitten.  Und gute Vorbereitung ist besser als später zu klagen.

Ich möchte auch weiterhin in den Bergen arbeiten und die folgenden Generationen lehren:

1- Verantwortung
2 - Pünktlichkeit
3 - Ehrlichkeit
4 - Qualität
5 - Aufrichtigkeit

Victorino Angeles Charqui, im November 1999

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